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Umwelt & Gesundheit in Bahrain

Luftqualität, Grünflächen und Nachhaltigkeitspolitik

Bahrain steht aufgrund seines trockenen Klimas, seiner starken Abhängigkeit vom Öl und seiner Anfälligkeit für den Anstieg des Meeresspiegels vor erheblichen Umweltherausforderungen. Die Luftqualität bleibt inmitten von Stadtwachstum und industrieller Aktivität stabil. Wasserknappheit ist akut, wobei die Versorgung zu 100 % aus entsalztem Wasser besteht, während sich die Nachhaltigkeitsbemühungen auf Ziele für erneuerbare Energien und Abfallmanagement konzentrieren. Der Klimawandel verschärft Hitzewellen und Küstenrisiken.

Luftqualitätsindex

0510
Mäßig
6.0/10(AQI: N/A)

Bahrains Luftqualität ist laut Datenbanktrends stabil, beeinflusst durch Emissionen der Ölindustrie, Staubstürme und Verkehr. PM10-Werte überschreiten aufgrund von Wüstenstaub oft die WHO-Richtlinien. Die Regierung überwacht über 11 Stationen, die eine mäßige städtische Verschmutzung zeigen.

Wasserqualität

0510
Gut
8.0/10

Bahrain produziert zu 100 % entsalztes Wasser, das den WHO-Standards für Trinkwasser entspricht. Die Aufbereitung gewährleistet die Sicherheit, aber hohe Salzkonzentrationen und TDS erfordern eine kontinuierliche Überwachung. Brackiges Grundwasser ergänzt die Versorgung inmitten schwerer Knappheit.

Entsalztes Wasser nach mehrstufiger Aufbereitung sicher; 99 % Zugang zu verbesserten Quellen.

Recyclingsystem

Bahrains Recyclingquote ist mit ~10-15 % niedrig, wobei die Infrastruktur auf Bauabfälle (70 % umgeleitet) konzentriert ist. Das Recycling von Siedlungsabfällen ist begrenzt; Programme zielen über private Betreiber auf Kunststoffe und Papier ab.

Recyclingquote: 12.0%
KunststoffPapierMetallBauschutt

Grünflächen

Die Waldfläche ist aufgrund der Wüstenumgebung mit 1,4 % minimal. Zu den Schutzgebieten gehören der Al Areen Wildlife Park und das Hawar Islands Reserve. Urbane Begrünungsinitiativen pflanzen Mangroven und einheimische Arten.

Waldbedeckung: 1.4%
Nationalparks: 2
Hawar-Inseln (UNESCO-Stätte, Vogelschutzgebiet); Al Areen (über 500 geschützte Arten).

Umweltpolitik

Bahrain hat das Pariser Abkommen ratifiziert und strebt über den Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien bis 2035 20 % erneuerbare Energien an. Verbot von Plastiktüten seit 2019; der Oberste Umweltrat setzt Vorschriften durch.

Wichtige Maßnahmen:
  • Nationale Biodiversitätsstrategie
  • Abfallwirtschaftsstrategie 2022-2026
  • Grüne Bahrain-Initiative
Erneuerbare Energien: 20 % erneuerbare Energien bis 2035, Fokus auf Solarenergie.

Naturkatastrophenrisiko

MÄSSIG

Primäre Risiken: Staubstürme, Sturzfluten, Hitzewellen. Küstenüberschwemmungen durch den Anstieg des Meeresspiegels. Keine größeren Erdbeben; gelegentliche Sandstürme stören das Leben.

SturzflutenStaubstürmeHitzewellen
Auswirkungen des Klimawandels: Die Temperaturen stiegen um 1,2 °C (Durchschnitt 1991-2020), die Häufigkeit von Hitzewellen nahm um 30 % zu. Extreme Temperaturen >45 °C sind häufiger; Niederschläge unregelmäßig mit intensiven Überschwemmungen (z. B. Überschwemmungen 2022 betrafen über 10.000 Menschen). Der Meeresspiegelanstieg von 3,5 mm/Jahr bedroht bis 2050 20 % der Küstenlinie.

Nachhaltigkeitsinitiativen

Erneuerbare Energien

Der Nationale Aktionsplan für erneuerbare Energien strebt bis 2025 710 MW Solarenergie und bis 2035 20 % der gesamten Energieversorgung an. 200 MW Solaranlagen sind in Betrieb.

Abfallwirtschaft

Die Abfallstrategie 2022-2026 zielt auf eine 60%ige Umleitung von Deponien durch Recyclingzentren und Verbrennung ab. Die Methanerfassung der Askar-Deponie ist in Betrieb.

Wassereinsparung

Das Projekt Eskan Bin Zayed nutzt 150.000 m³/Tag aufbereitetes Abwasser zur Bewässerung wieder, wodurch der Bedarf an Entsalzung reduziert wird.

Wildtiere & Natur

SokotrakormoranGefäHrdet
Arabische OryxGefäHrdet
Hawar-GepardVom Aussterben Bedroht