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Notfalldienste in Belgium

Notrufnummern, Krankenhaussysteme, Reaktionszeiten und Verhaltenshinweise im Krisenfall

• Notrufnummer: 112 (allgemein für alle Notfälle)

• Polizei: 101, Feuerwehr: 100, Medizin: 112

• Rettungsdienst: 10–15 Minuten in städtischen Gebieten, 20–30 Minuten in ländlichen Gebieten

• Krankenhausabdeckung: Gemischtes öffentlich-privates System mit umfassender Abdeckung in Flandern, Wallonien und Brüssel

• Traumazentren: Große Traumazentren in Brüssel, Antwerpen, Gent, Lüttich, Charleroi

• Sprachunterstützung: Niederländisch, Französisch, Deutsch offiziell; Englisch ist in Großstädten und Krankenhäusern weit verbreitet

• Gesundheitswesen: EU-Bürger nutzen die EKVK; Nicht-EU-Besucher benötigen eine Reiseversicherung oder eine Vorauszahlung

Notrufnummern

Universal

112

Polizei

101

Feuerwehr

100

Rettungsdienst

112

Weitere Nummern

Giftnotruf: 070 245 245
Küstenwache: 112 (über Seenot)
Bergrettung: 112 (per Notrufzentrale)

Reaktionszeiten

Städtische Gebiete

~12 min

Ländliche Gebiete

~25 min

Die städtischen Reaktionszeiten betragen in Brüssel, Antwerpen und Gent durchschnittlich 10–15 Minuten. In ländlichen Gebieten in Wallonien und Flandern kommt es aufgrund der geografischen Streuung zu längeren Reaktionszeiten von 20 bis 30 Minuten. Regionale Unterschiede bestehen zwischen Flandern (im Allgemeinen schneller) und Wallonien (ländlicheres Gelände).

Krankenhaussystem

Systemtyp: gemischt

Belgien verfügt über ein gemischtes öffentlich-privates Gesundheitssystem mit allgemeiner Absicherung der Einwohner. Öffentliche Krankenhäuser (ASBL/SPRL) und private Krankenhäuser bestehen nebeneinander. Umfassendes Netzwerk von über 150 Krankenhäusern in drei Regionen: Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt. In allen größeren Städten gibt es rund um die Uhr Notaufnahmen (Urgences/Spoedeisende Hulp). Die Gesundheitsversorgung ist nach Regionen dezentralisiert, wobei Flandern und Wallonien ihre eigenen Systeme verwalten.

Versorgungsbewertung:8.5/10

Wichtige Traumazentren

In Belgien gibt es fünf große Traumazentren der Stufe 1, die sich in Universitätskliniken befinden. Brüssel beherbergt zwei große Traumazentren, die die Hauptstadtregion versorgen. Die regionale Verteilung gewährleistet eine Abdeckung in ganz Flandern und Wallonien. Alle Traumazentren bieten rund um die Uhr Notfallchirurgie, Intensivpflege und spezialisierte Traumadienste an.

Brüssel (UZ Brussel, Hôpital Universitaire de Bruxelles)Antwerpen (UZ Antwerpen)Gent (UZ Gent)Lüttich (CHU Lüttich)Charleroi (Hôpital Universitaire de Charleroi)

Spezialisierte Versorgung:

  • Verbrennungszentren (UZ Brüssel, UZ Gent)
  • Giftnotrufzentrale (Brüssel)
  • Schlaganfallzentren (alle großen Universitätskliniken)
  • Herz-Notfallversorgung (alle Traumazentren)
  • Pädiatrisches Trauma (UZ Brüssel, UZ Gent)
  • Rettungsdienst für Hubschrauber (HEMS)

Sprachunterstützung

Englisch verfügbar: Ja

In den Notaufnahmen großer Krankenhäuser in Brüssel, Antwerpen, Gent und Lüttich wird häufig Englisch gesprochen. In kleineren Krankenhäusern und ländlichen Einrichtungen gibt es möglicherweise nur wenige Englischsprecher. In größeren Krankenhäusern stehen professionelle medizinische Dolmetscher zur Verfügung, oft auf Abruf für Nicht-EU-Sprachen.