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Umwelt & Gesundheit in Costa Rica

Luftqualität, Grünflächen und Nachhaltigkeitspolitik

Costa Rica ist ein Beispiel für Umweltführerschaft: 2023 wurden 99 % des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen und 25 % der Landfläche als Parks und Reservate geschützt. Trotz stabiler Luftqualität und hohem Wasserzugang führt der Klimawandel seit 1990 zu einer Erwärmung um 1,2 °C, intensiveren Überschwemmungen und Bedrohungen der Biodiversität. Politische Maßnahmen wie die Netto-Null-Entwaldung seit 1990 unterstützen die Spitzenposition im EPI-Ranking.

Luftqualitätsindex

0510
Gut
7.5/10(AQI: N/A)

Die Luftqualität in Costa Rica ist im Allgemeinen gut und weist laut Datenbank über 6 Monate stabile Trends auf. Städtische Gebiete wie San José verzeichnen moderate PM2.5-Werte durch Verkehr, ländliche Regionen hingegen hervorragende Werte. Die staatliche Überwachung durch MINAE zeigt PM2.5-Durchschnittswerte unter den WHO-Richtlinien.

Wasserqualität

0510
Ausgezeichnet
8.5/10

Costa Rica versorgt 99 % der städtischen und 92 % der Gesamtbevölkerung mit sicherem Trinkwasser über AyA-Aufbereitungsanlagen, die den WHO-Standards entsprechen. Quellen umfassen Verschmutzung durch Landwirtschaft und Tourismus, aber die Überwachung gewährleistet niedrige Kontaminationswerte.

99 % der stadtnahen Bevölkerung haben Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser; strenge Aufbereitung und Tests.

Recyclingsystem

Die Recycling-Infrastruktur deckt Großstädte mit kommunalen Programmen für Kunststoffe, Papier, Glas und organische Abfälle ab. Die nationale Rate liegt bei etwa 20-25 % und wächst durch das Ley de Gestión Integral de Residuos. In ländlichen Gebieten bestehen weiterhin Herausforderungen.

Recyclingquote: 22.0%
PlastikPapierGlasorganisch

Grünflächen

Costa Rica schützt 25 % der Landfläche (über 5 Mio. ha) in 29 Nationalparks und über 200 Reservaten und erhält seit 1990 durch Wiederaufforstung eine Waldfläche von 52 %.

Waldbedeckung: 52.0%
Nationalparks: 29
SINAC verwaltet ein umfangreiches Netzwerk, das vielfältige Ökosysteme von Nebelwäldern bis zu Küsten umfasst.

Umweltpolitik

Costa Rica setzt strenge Gesetze durch, wie das Ziel der Netto-Null-Entwaldung (erreicht 2019-2023) und 70 % CO2-Neutralität bis 2050. Führt das Pariser Abkommen mit hohem NDC-Ziel an.

Wichtige Maßnahmen:
  • Plan Nacional Descarbonización
  • Ley de Biodiversidad
  • Pago por Servicios Ambientales
Erneuerbare Energien: 99 % erneuerbarer Strom 2019 erreicht; Ziel ist 100 % Energiedekarbonisierung bis 2050.

Naturkatastrophenrisiko

MITTEL

Häufige Risiken: Erdbeben, Überschwemmungen, vulkanische Aktivität, Hurrikane. Jüngste Ereignisse: Hurrikan Eta/Iota 2020 verursachte 1 Todesfall, 4.000 Vertriebene; Überschwemmungen 2021 töteten 5 Menschen.

ErdbebenÜberschwemmungenVulkaneHurrikane
Auswirkungen des Klimawandels: Die Temperaturen stiegen von 1990 bis 2020 um 1,2 °C; extreme Regenereignisse nahmen seit 2000 laut IMN um 20 % zu. Die Häufigkeit von Überschwemmungen stieg in den letzten 20 Jahren um 15 %; Niederschläge sind variabler mit intensiven Stürmen. Der Meeresspiegelanstieg von 3-5 mm/Jahr bedroht die Küsten. Dürren in Guanacaste haben sich seit den 1990er Jahren um 10-15 % verschlimmert.

Nachhaltigkeitsinitiativen

Erneuerbare Energien

Erreichte 2023 99 % erneuerbaren Strom (Wasserkraft, Geothermie, Wind); nationaler Plan zielt auf vollständige Dekarbonisierung bis 2050 mit Ausbau der Geothermie ab.

Abfallwirtschaft

Das Ley REP schreibt die Herstellerverantwortung vor; Ziel ist eine 100%ige kommunale Recyclingabdeckung bis 2025, wodurch die Deponieabfälle seit 2018 um 30 % reduziert wurden.

Biodiversitätsschutz

Das Programm zur Zahlung für Ökosystemleistungen (PSA) finanziert den Schutz von über 1 Million Hektar und erreichte 2019-2023 eine Netto-Null-Entwaldung.

Wildtiere & Natur

JaguarPotenziell GefäHrdet
Großer SoldatenaraStark GefäHrdet
QuetzalPotenziell GefäHrdet