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Umwelt & Gesundheit in Turkey

Luftqualität, Grünflächen und Nachhaltigkeitspolitik

Die Türkei steht vor erheblichen Umweltherausforderungen, darunter schwere Dürren, rekordniedrige Niederschläge seit 52 Jahren (26 % unter dem Durchschnitt im Zeitraum 2024–2025), steigende Temperaturen (z. B. Juli 2025 mit +1,9 °C der heißeste seit 55 Jahren) und zunehmende extreme Wetterbedingungen wie Waldbrände und Überschwemmungen aufgrund des Klimawandels. 88 % des Landes sind von der Wasserkrise betroffen und es besteht die Gefahr der Wüstenbildung, während die politischen Maßnahmen für die 1,5°C-Ziele als völlig unzureichend eingestuft werden und die Emissionen weiter steigen. Zu den Nachhaltigkeitsbemühungen gehören Ziele für erneuerbare Energien, es fehlt jedoch der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

Luftqualitätsindex

0510
Mäßig
6.0/10

Der Luftqualitätstrend ist laut Datenbank stabil, städtische Gebiete leiden jedoch unter Industrie- und Verkehrsverschmutzung. Die Emissionen des Energiesektors sind seit 1990 um 209 % gestiegen; pro Kopf CO2 im Jahr 2023 mit 5,2 Tonnen unter dem OECD-Durchschnitt. Regierungsinitiativen konzentrieren sich auf Vorschriften, doch die Wirksamkeit ist angesichts des steigenden Energiebedarfs begrenzt.

Wasserqualität

0510
Schlecht
4.5/10

Schwere Wasserkrise im Jahr 2025 mit 27 % Niederschlagsrückgang im Vergleich zum 30-Jahres-Durchschnitt, Stauseen bei 30 % in Istanbul. Dürren belasten die Landwirtschaft und die städtische Versorgung; 75 % der Seen gingen in 60 Jahren verloren. Es gibt Behandlungsstandards, aber Missmanagement und Klimaauswirkungen beeinträchtigen die Sicherheit und den Zugang.

Zugang durch Engpässe erschwert; Zentralanatolien ist anfällig für Knappheit.

Recyclingsystem

Die Recycling-Infrastruktur ist begrenzt, da keine Datenbankrate verfügbar ist. Es gibt städtische Programme, aber die landesweite Abdeckung ist angesichts der Herausforderungen bei der Abfallbewirtschaftung aufgrund des Bevölkerungswachstums gering.

Grünflächen

Waldbedeckung ~29 %; Schutzgebiete sind durch Waldbrände und die Gefahr der Wüstenbildung unter Druck geraten. Nationalparks tragen zum Naturschutz bei, aber der Klimawandel verschärft die Verluste.

Waldbedeckung: 29.0%
Nationalparks: 44
Herausforderungen durch 88 % Wüstenbildungsrisiko und Seeverluste.

Umweltpolitik

Klimagesetz 2025 in Kraft gesetzt, aber sehr niedrig bewertet; NDC ermöglicht einen Anstieg der Emissionen bis 2030. Bis 2035 werden 120 GW Wind-/Solarenergie angestrebt, für 1,5 °C sind jedoch 150 GW erforderlich. Kein fossiler Ausstieg; Unterzeichner des Pariser Abkommens mit unzureichenden Maßnahmen.

Wichtige Maßnahmen:
  • Klimagesetz 2025
  • 120 GW erneuerbare Energien bis 2035
Erneuerbare Energien: Maßstab Wind/Solar 7,5–8 GW/Jahr; Reduzierung des Energiebedarfs um 16 % bis 2030 um 20 Mrd. USD.

Naturkatastrophenrisiko

HOCH

Hohes Risiko durch Erdbeben, Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände; Waldbrände im Westen/Süden im Jahr 2025 werden aufgrund des Klimawandels tödlicher.

ErdbebenÜberschwemmungenDürrenWaldbrändeHitzewellen
Auswirkungen des Klimawandels: Temperatur +1,9°C Juli 2025 (wärmste 55 Jahre); Niederschlag -26 % (niedrigster Stand seit 52 Jahren); Dürren/Hitzewellen 10x wahrscheinlicher; Prognosen: +5-6°C bis 2100, Weizenerträge -11,85 % bis 2080, 88 % Wüstenbildungsrisiko, starke Überschwemmungen/Erdrutsche, Meeresspiegelanstieg und Küstenrisiken. Über einen Zeitraum von 10–20 Jahren, die Sommer erwärmen sich schneller, im Süden fallen Niederschläge.

Nachhaltigkeitsinitiativen

Erneuerbare Energie

Verpflichtung zu 120 GW Wind-/Solarenergie bis 2035 (7,5-8 GW/Jahr); 20-Milliarden-Dollar-Paket für eine Reduzierung des Energiebedarfs um 16 % bis 2030. Mittlere Bewertung der erneuerbaren Energien, aber die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bleibt bestehen.

Klimapolitik

Klimagesetz 2025 tritt Anfang 2026 in Kraft; Langfristige Strategie bis 2053, erlaubt aber einen Anstieg der Emissionen bis 2038. Als äußerst unzureichend eingestuft.

Wildtiere & Natur

Anatolischer LeopardVom Aussterben Bedroht
Iberischer Luchs (zugehöriger Schutz)Verletzlich
Türkischer HamsterVerletzlich