Umwelt & Gesundheit in Benin
Luftqualität, Grünflächen und Nachhaltigkeitspolitik
Luftqualitätsindex
Die Luftqualitätsdaten für Benin sind begrenzt. Der aktuelle durchschnittliche AQI und PM2,5/PM10 werden als N/A und ein stabiler 6-Monats-Trend gemeldet. Städtische Gebiete wie Cotonou sind möglicherweise einer Verschmutzung durch Verkehr und Biomasseverbrennung ausgesetzt, in aktuellen Berichten werden jedoch keine spezifischen Vorschriften oder Überwachungsinitiativen aufgeführt. Ländliche Gebiete haben wahrscheinlich bessere Bedingungen.
Wasserqualität
Der Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser liegt bei 27 % (2022), wobei ländliche Gebiete bei 18 % und städtische 48 % liegen. Die Verschmutzung der Oberflächengewässer durch die Landwirtschaft und unzureichende Abwasserentsorgung beeinträchtigt die Qualität. Die staatliche Überwachung erfolgt über das Wasserministerium, die Aufbereitungsstandards sind jedoch grundlegend.
Recyclingsystem
Die Recycling-Infrastruktur ist unterentwickelt und es liegen keine nationalen Tarifdaten vor. In Städten wie Cotonou gibt es eine informelle Abfallsammlung, formelle Systeme für Plastik, Papier oder Glas sind jedoch begrenzt. Die Initiativen konzentrieren sich eher auf die Abfallreduzierung als auf das Recycling.
Grünflächen
Die Waldbedeckung beträgt etwa 40 % (2020), ein Rückgang gegenüber 45 % im Jahr 2000 aufgrund von Landwirtschaft und Holzeinschlag. Benin verfügt über einen Nationalpark (W-Nationalpark, gemeinsam genutzt) und mehrere Reservate, die 20 % des Territoriums bedecken und Savannen und Feuchtgebiete schützen.
Umweltpolitik
Benin hat das Pariser Abkommen ratifiziert und hat NDC-Ziele für eine Reduzierung der Emissionen um 20 % bis 2030. Zu den Richtlinien gehören die Nationale Umweltpolitik (2019) und Wiederaufforstungsprogramme. Die Ziele für erneuerbare Energien zielen darauf ab, bis 2025 24 % Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen.
- •NDC des Pariser Abkommens
- •Nationale Umweltpolitik 2019
Naturkatastrophenrisiko
HOCHBenin ist anfällig für Überschwemmungen, Küstenerosion und Dürren. Im Jahr 2020 waren 20.000 Menschen von Überschwemmungen betroffen, im Jahr 2022 waren es 145.000. Das Risiko ist aufgrund der Küstenlage und der Monsunabhängigkeit hoch.
Nachhaltigkeitsinitiativen
Benin strebt bis 2025 einen Anteil von 24 % erneuerbarer Energie durch Wasserkraft (Nangbéto-Kraftwerk) und Solarprojekte (50 MW installiert bis 2023) an. Unterstützt durch die IRENA-Roadmap.
Das Nationale Wiederaufforstungsprogramm pflanzt jährlich 10 Millionen Bäume, um der jährlichen Abholzung von 0,5 % entgegenzuwirken, und stellt seit 2018 50.000 Hektar wieder her.
Cotonou-Waste-to-Energy-Projekt und Verbote von Plastiktüten zielen darauf ab, den Müll auf Deponien bis 2025 um 20 % zu reduzieren.
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