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Umwelt & Gesundheit in Guinea

Luftqualität, Grünflächen und Nachhaltigkeitspolitik

Guinea bewahrt eine Waldbedeckung von etwa 52%, sieht sich jedoch mit Entwaldung durch Landwirtschaft und Bergbau, häufigen extremen Überschwemmungsereignissen, die durch den Klimawandel verstärkt werden, und Infrastrukturlücken in der Wasser- und Abfallwirtschaft konfrontiert. Die Luftqualität bleibt aufgrund geringer Industrialisierung stabil. Jüngste Temperaturanstiege von 1,1°C (1961-2020) und ein Anstieg extremer Niederschlagsereignisse um 25% signalisieren eine wachsende Klimaanfälligkeit. Die Regierung verfolgt die Verpflichtungen des Pariser Abkommens und REDD+-Programme inmitten von Entwicklungsdruck.

Luftqualitätsindex

0510
Gut
7.0/10(AQI: N/A)
Stabil trend

Luftqualität stabil mit begrenzten industriellen Quellen. Conakry verzeichnet moderate PM2.5-Werte durch Staub und Biomasseverbrennung (geschätzt 20-30 µg/m³). Ländliche Gebiete sind sauberer. Kein nationales Überwachungsnetzwerk eingerichtet.

Wasserqualität

0510
Schlecht
4.5/10

Nur 52% der Bevölkerung haben Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser (2022). Bergbauverschmutzung und schlechte sanitäre Einrichtungen kontaminieren Flüsse. Conakry leidet unter chronischem Mangel, der durch Urbanisierung verschärft wird.

52% Zugang zu sicher verwaltetem Wasser; bakterielle Kontamination in Oberflächenwasserquellen weit verbreitet.

Recyclingsystem

Minimales formelles Recycling; städtische Abfallsammlung deckt ~35% von Conakry ab. Informeller Sektor gewinnt einige Metalle/Kunststoffe zurück. Keine nationalen Recyclingstatistiken verfügbar.

Recyclingquote: 5.0%

Grünflächen

52% Waldbedeckung (2020) gehört zu den höchsten in Westafrika. 7 Nationalparks/Reservate schützen 8% des Territoriums trotz 0,2% jährlicher Entwaldung durch Landwirtschaft/Bergbau.

Waldbedeckung: 52.0%
Nationalparks: 7
UNESCO-Stätte Mount Nimba, Nationalpark Haut Niger, Schimpansenreservat Bossou.

Umweltpolitik

Das NDC des Pariser Abkommens strebt eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 21,4% bis 2030 an. Das Umweltgesetzbuch 2013 schreibt UVP für den Bergbau vor. Die REDD+-Strategie ist seit 2021 in Betrieb.

Wichtige Maßnahmen:
  • Paris NDC 2021
  • Umweltgesetzbuch 2013
  • REDD+-Strategie
Erneuerbare Energien: 80% des heimischen Stroms erneuerbar bis 2030 (Fokus auf Wasserkraft).

Naturkatastrophenrisiko

HIGH

Jährliche Überschwemmungen betreffen 70% des Territoriums; Überschwemmungen 2023 vertrieben 20.000 Menschen. Erdrutsche sind im Fouta Djallon häufig. Begrenzte Frühwarnsysteme.

ÜberschwemmungenErdrutscheDürre
Auswirkungen des Klimawandels: Temperatur +1,1°C (1961-2020); extreme Niederschlagsereignisse +25% seit den 1990er Jahren. Häufigkeit von Überschwemmungen an der Küste Guineas verdoppelt (2000-2023). Niederschlagsvariabilität +15%. Meeresspiegelanstieg von 3,5 mm/Jahr bedroht Conakry.

Nachhaltigkeitsinitiativen

REDD+ Waldschutz

Nationales REDD+ (2021-25) zielt auf den Schutz von 1,2 Mio. ha Wald ab. Unterstützung durch die Weltbank FCPF; 15% Reduzierung der Entwaldung in Pilotgebieten.

Ausbau der Wasserkraft

Die Dämme Kaleta (240MW 2015) und Souapiti (450MW 2021) liefern 70% erneuerbaren Strom und reduzieren Dieselimporte.

Umweltgesetzbuch für den Bergbau

Das Bergbaugesetzbuch von 2022 schreibt Wiederherstellungsfonds und UVP für Bauxitabbau vor (weltweit größte Reserven).

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