Wirtschaft in Iran
Wirtschaftsüberblick, Arbeitsmarkttrends, Einkommensniveaus und Finanzlandschaft für Expats
GDP
$388.54B
Gesamte Wirtschaftsleistung des Landes
HDI
0.77
Hohe menschliche Entwicklung
Lebensqualität
39/100
Unterdurchschnittliche Lebensqualität
Kaufkraft
13/100
Sehr schwache Kaufkraft — begrenzte Kaufkapazität
Lebenshaltungskostenindex
Sehr erschwingliche Kosten mit einem Lebenshaltungskostenindex von 21,75 (NYC = 100). Besonders günstig sind Lebensmittel (20,79) und Restaurants (14,89), der Mietspiegel ist mit 6,64 sehr niedrig.
Wohnungsmarkt
Der Immobilienmarkt ist sehr teuer, mit einem Immobilienpreis-Einkommens-Verhältnis von 16,12 Jahren. Während der Mietspiegel mit 6,64 niedrig ist, ist der ausländische Erwerb von Immobilien an Bedingungen geknüpft und erfordert eine Genehmigung.
Durchschnittliche Einkommensniveaus
Die Kaufkraft ist gering, mit einem Index von 34,84 im Vergleich zum NYC-Basiswert, was auf eine begrenzte Kaufkraft hindeutet. Das Volkseinkommen pro Person ist deutlich gesunken und das durchschnittliche Monatsgehalt liegt bei etwa 269 Euro.
Steuersystem
Der Iran betreibt ein progressives Einkommensteuersystem für Einzelpersonen, dessen Steuersätze im Allgemeinen zwischen 15 % und 35 % liegen. Die Körperschaftssteuer beträgt pauschal 25 %. Der Standard-Mehrwertsteuersatz (MwSt.) beträgt ab März 2024 10 %. Die Grunderwerbsteuer beträgt 5 %, und Mieteinnahmen werden nach einem Abzug von 25 % besteuert. Das System ist komplex, und die jüngsten Reformen zielen auf Transparenz ab, es bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich der Belastung für Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen.
Geschäftsumfeld
Das Geschäftsumfeld im Iran ist aufgrund einer komplexen, vielschichtigen und oft unklaren Regulierungslandschaft, gepaart mit erheblicher Bürokratie, eine Herausforderung. Internationale Sanktionen schränken den Zugang zu ausländischen Investitionen und globalen Märkten stark ein. Trotz dieser Hürden verfügt der Iran über ein wachsendes Startup-Ökosystem, wobei Teheran im Jahr 2025 weltweit auf Platz 368 liegt, und das Foreign Investment Promotion and Protection Act (FIPPA) bietet einige Anreize für ausländische Investoren.
Sozialversicherung
Der Iran bietet eine allgemeine Gesundheitsversorgung, wobei etwa 90–95 % der Bevölkerung krankenversichert sind. Allerdings steht das Rentensystem vor großen Herausforderungen: 15 von 17 Pensionsfonds gelten als zahlungsunfähig und sind auf staatliche Rettungspakete angewiesen. Arbeitslosengeld gibt es für Staatsbürger, Ausländer haben es jedoch im Allgemeinen nicht, und das System ist derzeit aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit angespannt.
Bankensicherheit & Einlagenschutz
Während im Zusammenhang mit Bankabwicklungen von einem „Einlagensicherungsfonds“ die Rede ist, ist eine spezifische, quantifizierbare Deckungsgrenze für Einleger in lokaler Währung oder USD nicht öffentlich verfügbar. Iran steht seit Oktober 2025 und Februar 2026 auf der FATF-Liste „Hochrisikogebiete, die einem Handlungsaufruf unterliegen“ (schwarze Liste), was auf erhebliche Mängel in den Rahmenwerken zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hinweist. Das Bankensystem ist äußerst instabil, von schweren internationalen Sanktionen betroffen und war mit Problemen wie Unterschlagung und Cyberangriffen konfrontiert.
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