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Politik & Regierung in Peru

Politisches System, Stabilitätsindikatoren und demokratische Institutionen

Peru erlebt schwere politische Instabilität und hatte in einem Jahrzehnt neun Präsidenten. Der Kongress hat das Präsidialsystem durch wiederholte Amtsenthebungen des Präsidenten praktisch in ein de facto parlamentarisches System umgewandelt, zuletzt durch die Absetzung von José Jerí im Februar 2026 und die Ersetzung durch den Interimspräsidenten José María Balcázar. Das Land wird von der Economist Intelligence Unit als hybrides Regime eingestuft, mit geschwächten demokratischen Institutionen, hoher Korruption und einer unverhältnismäßigen Macht des Kongresses über die Exekutive und Judikative.

Politische Stabilität

Unterdurchschnittlich

Korruptionsindex

Unterdurchschnittlich

Demokratieindex

Unterdurchschnittlich

Regierungsform

Einheitliche, halbpräsidentielle, repräsentative demokratische Republik

Rechtssystem

Zivilrechtssystem basierend auf der Verfassung von 1993 unter der Aufsicht des Verfassungsgerichts

Staatsoberhaupt

Präsident José María Balcázar

Regierungschef

Premierminister Gustavo Adrianzén(Unabhängig)since 2024

Politische Indikatoren

Politische Stabilität
0.32

Skala: 0-1

Instabil

Politischer Stabilitätsindex der Weltbank (2024)

Korruptionsindex
36Rang #113

Skala: 0-100

Transparenz International (2024)

Pressefreiheit
58.2Rang #92

Skala: 0-100

Reporter ohne Grenzen (2024)

Demokratieindex
4.77

Skala: 0-10

Hybrides Regime

Economist Intelligence Unit (2024)

Legislative

Typ:Einkammer
Unterhaus:Kongress (130 Sitze)

Wichtige politische Parteien

Fuerza Beliebt(FP)

Rechts

Variable Sitze
Perú Libre(PL)

Linker Flügel

Variable Sitze
Acción Popular(AP)

Center

Variable Sitze

Wahlrecht

Peruanische Staatsbürger ab 18 Jahren haben das Recht, an Präsidentschafts-, Kongress- und Kommunalwahlen teilzunehmen. Für die Bürger besteht Wahlpflicht. Indigene Gruppen und Minderheitengruppen genießen verfassungsmäßigen Schutz für die politische Beteiligung.

Aktuelle Entwicklungen

  • Februar 2026: Der Kongress entlässt Interimspräsident José Jerí und wählt José María Balcázar zum Interimspräsidenten, was den neunten Präsidentenwechsel innerhalb eines Jahrzehnts markiert
  • Der Kongress hat das Präsidialsystem Perus durch wiederholte Absetzungen des Präsidenten ohne formelle Verfassungsänderung faktisch in ein parlamentarisches System umgewandelt
  • Anhaltende institutionelle Krise, da der Kongress die dominierende Macht über die Exekutive innehat und unabhängige Institutionen, einschließlich der Justiz und des Verfassungsgerichts, untergräbt
  • Vor dem Hintergrund anhaltender politischer Instabilität und institutioneller Schwäche sind für Juli 2026 Präsidentschaftswahlen geplant
  • Der Kongress hat die Kontrollmechanismen systematisch geschwächt, einschließlich der Absetzung unabhängiger Staatsanwälte und der Manipulation der Zusammensetzung des Verfassungsgerichtshofs
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