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Umwelt & Gesundheit in Senegal

Luftqualität, Grünflächen und Nachhaltigkeitspolitik

Der Senegal steht vor erheblichen Umweltherausforderungen, darunter Küstenerosion durch den Anstieg des Meeresspiegels, wiederkehrende Dürren und Überschwemmungen, die durch den Klimawandel verschärft werden. Mit einer Bevölkerung von 16,7 Millionen Einwohnern fördert das Land erneuerbare Energien durch Solarprojekte und internationale Verpflichtungen im Rahmen des Pariser Abkommens. Die Waldfläche ist historisch zurückgegangen, aber Schutzgebiete wie der Niokolo-Koba-Nationalpark unterstützen die Artenvielfalt. Die Luftqualität bleibt inmitten der Urbanisierung stabil, während der Zugang zu Wasser sich verbessert, die Verschmutzung in städtischen Gebieten jedoch bestehen bleibt.

Luftqualitätsindex

0510
Mäßig
6.5/10(AQI: N/A)
Stabil trend

Die Luftqualität im Senegal ist laut 6-Monats-Trends stabil, wobei städtische Gebiete wie Dakar mit mäßiger Verschmutzung durch Verkehr, Biomasseverbrennung und Staub konfrontiert sind. Ländliche Gebiete weisen im Allgemeinen eine bessere Qualität auf. Regierungsinitiativen konzentrieren sich auf die Überwachung, es fehlen jedoch umfassende Daten.

Wasserqualität

0510
Mäßig
6.0/10

Etwa 73 % der Senegalesen haben Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser, aber die städtische Verschmutzung durch Industrie und Landwirtschaft beeinträchtigt Flüsse wie den Senegal-Fluss. Behandlungsstandards existieren, die Durchsetzung variiert jedoch; ländliche Gebiete sind auf ungeschützte Quellen angewiesen.

73 % Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser (Daten von 2022); Kontaminationsrisiken durch Nitrate und Bakterien in Oberflächengewässern.

Recyclingsystem

Die Recyclinginfrastruktur ist begrenzt, mit formalen Quoten unter 10 %; informelle Müllsammlung übernimmt einen Großteil der Kunststoff- und Metallrückgewinnung in Dakar. Es sind keine nationalen Recyclingquotendaten verfügbar; die Bemühungen konzentrieren sich auf Abfall-zu-Energie-Anlagen und Deponien.

Recyclingquote: %

Grünflächen

Der Senegal hat eine Waldfläche von 43,4 % (2020), was aufgrund von Entwaldung unter den früheren historischen Werten liegt. 22 Nationalparks und Reservate umfassen 3,4 Millionen Hektar, darunter Niokolo-Koba (UNESCO-Stätte), das Savannen und Wildtiere schützt.

Waldbedeckung: 43.4%
Nationalparks: 22
Schutzgebiete machen 15 % der Landfläche aus; zu den wichtigsten Standorten gehören der Djoudj-Nationalpark für Vögel (Feuchtgebiete) und das Saloum-Delta.

Umweltpolitik

Der Senegal hat das Pariser Abkommen ratifiziert und strebt eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 40 % bis 2030 an. Zu den wichtigsten politischen Maßnahmen gehören der Nationale Anpassungsplan, Ziele für erneuerbare Energien (30 % bis 2030) und die Erweiterung von Schutzgebieten. Ein Verbot von Plastiktüten wurde 2015 umgesetzt.

Wichtige Maßnahmen:
  • NDC des Pariser Abkommens
  • Nationales Anpassungsprogramm
  • Masterplan für erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien: 30 % erneuerbare Energien im Strommix bis 2030, mit Schwerpunkt auf Solarenergie (Ziel 1 GW bis 2025).

Naturkatastrophenrisiko

MÄSSIG

Der Senegal ist von Überschwemmungen, Dürren, Küstenerosion und Heuschreckenplagen betroffen. Die Überschwemmungen von 2024 betrafen über 20.000 Menschen; Dürren treten alle 2-3 Jahre auf.

ÜberschwemmungenDürrenKüstenerosion
Auswirkungen des Klimawandels: Die Temperaturen stiegen um 0,9 °C pro Jahrzehnt (1991-2020), wobei Hitzewellen zunahmen; extreme Niederschläge stiegen seit 1980 um 20 %, was Überschwemmungen verstärkte. Der Meeresspiegel stieg um 3-4 mm/Jahr, wodurch die Küstenlinie um 0,5 m/Jahr erodierte. Die Häufigkeit von Dürren hat sich seit den 1970er Jahren verdoppelt und beeinträchtigt die Landwirtschaft im Sahel.

Nachhaltigkeitsinitiativen

Erneuerbare Energien

Das Scaling Solar Programm fügte bis 2023 260 MW Solarkapazität hinzu; Ziel sind 1 GW bis 2025 mit Unterstützung der Weltbank, wodurch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert wird.

Wiederaufforstung

Die Initiative „Große Grüne Mauer“ hat seit 2010 7 Millionen Bäume gepflanzt und zielt darauf ab, bis 2030 1,5 Millionen Hektar wiederherzustellen, um die Wüstenbildung zu bekämpfen.

Abfallwirtschaft

Die Abfall-zu-Energie-Anlage in Dakar ist seit 2023 in Betrieb und verarbeitet 200.000 Tonnen/Jahr; die nationale Strategie zielt auf eine Abfallverwertung von 50 % bis 2030 ab.

Wildtiere & Natur

West African LionVom Aussterben Bedroht
African ManateeGefäHrdet
ChimpanzeeStark GefäHrdet