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Umwelt & Gesundheit in Mozambique

Luftqualität, Grünflächen und Nachhaltigkeitspolitik

Mosambik steht vor erheblichen Umweltproblemen, darunter klimabedingte Überschwemmungen, Entwaldung und eine begrenzte Infrastruktur für die Abfallbewirtschaftung. Das Land ist anfällig für Wirbelstürme und Dürren und es werden weiterhin Anstrengungen unternommen, erneuerbare Energien auszubauen und seine vielfältigen Ökosysteme, einschließlich des Gorongosa-Nationalparks, zu schützen.

Luftqualitätsindex

0510
Mäßig
6.5/10(AQI: 65)

Die Luftqualität in Mosambik ist mäßig, mit saisonalen Schwankungen, die durch die Verbrennung von Biomasse, landwirtschaftliche Aktivitäten und Industrieemissionen verursacht werden. In städtischen Gebieten wie Maputo ist die Luftverschmutzung während der Trockenzeit höher. Aufgrund der begrenzten Infrastruktur zur Überwachung der Luftqualität sind umfassende nationale Daten rar.

Wasserqualität

0510
Schlecht
4.5/10

Die Wasserqualität in Mosambik ist schlecht, da nur 55 % der Bevölkerung Zugang zu verbesserten Trinkwasserquellen haben. Die Verschmutzung durch landwirtschaftliche Abwässer, Industrieabwässer und unzureichende Abwasserbehandlung birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Ländliche Gebiete stehen vor besonders großen Herausforderungen bei der Wasserqualität.

Nur 55 % der Bevölkerung haben Zugang zu verbessertem Trinkwasser. Durch Wasser übertragene Krankheiten stellen nach wie vor ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Die Behandlungsinfrastruktur ist insbesondere in ländlichen Regionen begrenzt.

Recyclingsystem

Mosambik verfügt über eine minimale formelle Recycling-Infrastruktur. Der Großteil der Abfallwirtschaft basiert auf der Sammlung und Entsorgung im informellen Sektor. Kunststoffabfälle sind ein wachsendes Problem, da es in städtischen Zentren nur begrenzte Recyclingmöglichkeiten gibt. Die Regierung hat Initiativen zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung gestartet, die Umsetzung bleibt jedoch begrenzt.

Recyclingquote: 8.5%
PlastikMetallPapier

Grünflächen

Mosambik verfügt über eine beträchtliche Waldfläche von etwa 48 % der Landfläche, allerdings sind die Entwaldungsraten besorgniserregend. Das Land verfügt über wichtige Schutzgebiete, darunter den Gorongosa-Nationalpark, eines der artenreichsten Ökosysteme Afrikas. Mangrovenwälder entlang der Küste erbringen wichtige Ökosystemleistungen und speichern Kohlenstoff.

Waldbedeckung: 48.0%
Nationalparks: 12
Gorongosa-Nationalpark (5.000 km²), Bazaruto-Archipel-Nationalpark, Niassa-Nationalreservat (42.000 km²) und mehrere andere Schutzgebiete, die etwa 26 % des Staatsgebiets abdecken.

Umweltpolitik

Mosambik hat Umweltgesetze erlassen, darunter das Umweltgesetz (1997) und die Nationale Biodiversitätsstrategie. Das Land ist Unterzeichner des Pariser Abkommens und hat sich zur Reduzierung der Emissionen verpflichtet. Allerdings bleibt die Durchsetzungskapazität aufgrund von Ressourcenbeschränkungen begrenzt. Die jüngsten politischen Maßnahmen konzentrieren sich auf den Ausbau erneuerbarer Energien und den Waldschutz.

Wichtige Maßnahmen:
  • Umweltrecht (1997)
  • Nationale Biodiversitätsstrategie und Aktionsplan
  • Verpflichtungen des Pariser Abkommens
  • Rahmen für die Politik für erneuerbare Energien
  • Nationale Strategie zum Klimawandel
Erneuerbare Energien: Mosambik will die Kapazität für erneuerbare Energien erhöhen, wobei Wasserkraft etwa 99 % der aktuellen Stromerzeugung liefert. Der Ausbau der Solar- und Windenergie nimmt zu und strebt bis 2030 einen Anteil von 50 % erneuerbarer Energien an.

Naturkatastrophenrisiko

HOCH

Mosambik ist extrem anfällig für Naturkatastrophen, insbesondere tropische Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürren. Aufgrund seiner Lage am Indischen Ozean ist das Land schweren Wirbelstürmen ausgesetzt. Der Klimawandel verschärft diese Gefahren und führt zu einer zunehmenden Häufigkeit und Schwere extremer Wetterereignisse.

Tropische WirbelstürmeÜberschwemmungDürrenSturmflutErdrutsche
Auswirkungen des Klimawandels: Mosambik erlebt zunehmende Auswirkungen des Klimawandels. Seit 1960 wurden Temperaturanstiege von etwa 0,9 °C verzeichnet, wobei bis 2050 eine Erwärmung um 1,5–2,5 °C prognostiziert wird. Die Intensität des Zyklons hat deutlich zugenommen – Zyklon Idai (März 2019) verursachte mehr als 600 Todesopfer und Schäden in Höhe von 773 Millionen US-Dollar; Zyklon Kenneth (April 2019) folgte Wochen später. Die Niederschlagsmuster werden immer unregelmäßiger; in den Jahren 2015 und 2016 waren 1,3 Millionen Menschen von schweren Dürren betroffen. Die Häufigkeit von Überschwemmungen hat seit 1980 um 300 % zugenommen. Der Meeresspiegel steigt jährlich um 3,4 mm und bedroht die Küsteninfrastruktur und die Landwirtschaft. Im Einzugsgebiet des Sambesi kommt es häufiger zu extremen Überschwemmungen: Bei den Überschwemmungen 2000 und 2015 wurden Hunderttausende Menschen vertrieben.

Nachhaltigkeitsinitiativen

Ausbau erneuerbarer Energien

Mosambik entwickelt Solar- und Windenergieprojekte, um über die Wasserkraft hinaus zu diversifizieren. Die Regierung hat Zonen für erneuerbare Energien eingerichtet und zieht internationale Investitionen an. Zur Elektrifizierung werden in ländlichen Gebieten immer mehr Solaranlagen installiert. Ziel ist es, die erneuerbaren Kapazitäten bis 2030 deutlich zu steigern.

Waldschutz und Wiederaufforstung

Mosambik führt Waldschutzprogramme und Wiederaufforstungsinitiativen durch, um der Entwaldung entgegenzuwirken. Das Gorongosa-Restaurierungsprojekt ist eine große Naturschutzmaßnahme. Gemeindebasierte Waldbewirtschaftungsprogramme binden die lokale Bevölkerung in nachhaltige Praktiken ein. Ziel ist es, die Entwaldungsraten zu reduzieren und degradierte Flächen wiederherzustellen.

Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge

Mosambik entwickelt Frühwarnsysteme für Wirbelstürme und Überschwemmungen und verbessert so die Katastrophenvorsorge. Das Nationale Institut für Katastrophenmanagement koordiniert die Hilfsmaßnahmen. Gemeindebasierte Anpassungsprogramme helfen gefährdeten Bevölkerungsgruppen, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Die Investitionen in eine klimaresistente Landwirtschaft und Infrastruktur nehmen zu.

Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen

Regierungsprogramme zielen darauf ab, den Zugang zu sauberem Wasser und eine verbesserte Sanitärversorgung zu verbessern. Ländliche Wasserversorgungsprojekte und die Entwicklung von Abwasseraufbereitungsanlagen sind im Gange. Internationale Partnerschaften unterstützen Infrastrukturinvestitionen. Ziel ist es, bis 2030 einen universellen Zugang zu sauberem Wasser zu erreichen.

Wildtiere & Natur

Afrikanischer ElefantVerletzlich
Afrikanischer WildhundGefäHrdet
Afrikanischer FischadlerGemeinsam
DugongVerletzlich
Mosambik TilapiaGemeinsam
GepardVerletzlich