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Politik & Regierung in Niger

Politisches System, Stabilitätsindikatoren und demokratische Institutionen

Niger steht seit Juli 2023 unter Militärherrschaft, als General Abdourahamane Tchiani einen Putsch anführte, der Präsident Mohamed Bazoum absetzte. Die Junta, die als Nationaler Rat zum Schutz des Heimatlandes (CNSP) fungierte, setzte die Verfassung außer Kraft und löste alle demokratischen Institutionen auf. Der bürgerliche und politische Spielraum ist durch Einschränkungen der Medienfreiheit, zivilgesellschaftlicher Aktivitäten und der politischen Opposition erheblich eingeschränkt, während die Militärführung für 2025 einen flexiblen Übergangsplan ankündigte, der Putschisten die Teilnahme an künftigen Wahlen ermöglichen würde.

Demokratieindex

Unterdurchschnittlich

Regierungsform

Halbpräsidentielle Republik (de-facto-Militärjunta)

Rechtssystem

Gemischtes Rechtssystem basierend auf französischem Zivilrecht und islamischem Recht; Verfassung nach Militärputsch im Juli 2023 außer Kraft gesetzt

Staatsoberhaupt

Präsident General Abdourahamane Tchiani

Regierungschef

Premierminister Ali Lamine Zeinesince 2023

Politische Indikatoren

Pressefreiheit
65Rang #119

Skala: 0-100

Schwierig

Reporter ohne Grenzen (2024)

Demokratieindex
3.45

Skala: 0-10

Autoritäres Regime

Economist Intelligence Unit (2024)

Legislative

Typ:Einkammer
Unterhaus:Nationalversammlung (171 Sitze)

Wahlrecht

Das Wahlrecht haben alle Bürger ab 18 Jahren. Allerdings sind demokratische Abstimmungsprozesse seit dem Militärputsch im Juli 2023 ausgesetzt. Die Junta verabschiedete Anfang 2025 einen flexiblen Fünfjahres-Übergangsplan, der es Putschisten ermöglicht, an künftigen Wahlen teilzunehmen.

Aktuelle Entwicklungen

  • Militärputsch am 26. Juli 2023 unter der Führung von General Abdourahamane Tchiani, der Präsident Mohamed Bazoum absetzte
  • Nach dem Putsch wurde die Verfassung außer Kraft gesetzt und alle demokratischen Institutionen aufgelöst
  • Alle politischen Parteien lösten sich Anfang 2025 auf; Die Junta verabschiedete einen flexiblen Fünfjahres-Übergangsplan, der es den Putschisten ermöglicht, an künftigen Wahlen teilzunehmen
  • Internationale Medienunternehmen suspendiert; zivilgesellschaftliche und humanitäre Aktivitäten eingeschränkt; politische Gegner ins Visier genommen
  • Lokale und regionale Räte wurden im April 2024 abgeschafft; Der ehemalige Präsident Bazoum und Schlüsselfiguren bleiben ab 2025 in Haft
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