Umwelt & Gesundheit in Burundi
Luftqualität, Grünflächen und Nachhaltigkeitspolitik
Luftqualitätsindex
Die Daten zur Luftqualität für Burundi sind begrenzt, und es sind keine aktuellen AQI- oder PM-Messwerte verfügbar. Das Verbrennen von Biomasse zum Kochen und in der Landwirtschaft trägt zur Luftverschmutzung in Innenräumen und ländlichen Gebieten bei. Städtische Gebiete wie Bujumbura können eine moderate Verschmutzung durch Fahrzeuge und Müllverbrennung erfahren. Es wurden keine größeren staatlichen Luftqualitätsüberwachungsprogramme identifiziert.
Wasserqualität
Nur 61 % der Bevölkerung Burundis haben Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser, in ländlichen Gebieten sind es 56 %. Oberflächenwasserverschmutzung durch Landwirtschaft, Erosion und unzureichende sanitäre Einrichtungen beeinträchtigt den Tanganjikasee und den Ruvubu-Fluss. E. coli-Kontamination ist in unbehandelten Quellen häufig.
Recyclingsystem
Eine formelle Recyclinginfrastruktur ist praktisch nicht vorhanden, und es sind keine nationalen Daten zur Recyclingquote verfügbar. Die Abfallwirtschaft konzentriert sich auf die Sammlung in städtischen Gebieten; der größte Teil des Abfalls wird offen verbrannt oder informell deponiert. Es wurden keine organisierten Programme für Kunststoff-, Papier- oder Glasrecycling identifiziert.
Grünflächen
Die Waldfläche ist von 24 % im Jahr 1990 auf etwa 5 % in den letzten Jahren zurückgegangen, bedingt durch landwirtschaftliche Expansion und Brennholzsammlung. Schutzgebiete bedecken 5,7 % der Landfläche, darunter der Kibira-Nationalpark (40.000 ha) und der Ruvubu-Nationalpark.
Umweltpolitik
Burundi hat das Pariser Abkommen 2017 ratifiziert und nimmt an UNCCD, CBD teil. Nationale Politiken umfassen den Umweltkodex (2015), der eine nachhaltige Landbewirtschaftung fördert. Herausforderungen sind eine schwache Durchsetzung und Finanzierung.
- •Ratifizierung des Pariser Abkommens
- •Nationale Biodiversitätsstrategie
- •Nationaler Anpassungsplan
Naturkatastrophenrisiko
HIGHBurundi erlebt häufig Überschwemmungen, Erdrutsche und Dürren. Überschwemmungen betreffen jährlich Tausende, insbesondere in den Tiefländern um den Tanganjikasee.
Nachhaltigkeitsinitiativen
Nationales Wiederaufforstungsprogramm pflanzt jährlich über 10 Millionen Bäume durch gemeinschaftliche Agroforstwirtschaft, um Erosion zu bekämpfen und Wassereinzugsgebiete wiederherzustellen.
Das Projekt Ruzizi III (147 MW) und andere Wasserkraftentwicklungen zielen darauf ab, den Zugang zu erneuerbarem Strom von derzeit 11 % zu erhöhen.
Terrassierung und nachhaltige Landwirtschaftsprogramme, unterstützt von IFAD, reduzieren die Erosion an steilen Hängen.
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