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Umwelt & Gesundheit in Cameroon

Luftqualität, Grünflächen und Nachhaltigkeitspolitik

Kamerun mit 26,5 Millionen Einwohnern verfügt über 41 % Waldbedeckung, kämpft aber mit Klimaauswirkungen wie einer Erwärmung um 1,2 °C seit 1991, häufigen Überschwemmungen und Dürren. Die Daten zur Luftqualität sind begrenzt, der Wasserzugang betrifft 40 % ohne sichere Quellen, und die Nachhaltigkeitsbemühungen hinken angesichts von Entwaldung und Katastrophenrisiken hinterher. Die Politik zielt laut Berichten der UN und der Weltbank auf erneuerbare Energien und Naturschutz ab.

Luftqualitätsindex

0510
Mäßig
5.5/10

Daten zur Luftqualität sind spärlich; städtische Gebiete wie Douala sind mäßiger Verschmutzung durch Verkehr und Biomasseverbrennung ausgesetzt. Die Datenbank zeigt einen stabilen Trend. Es gibt kein nationales AQI-Überwachungsnetzwerk, aber die PM2.5-Werte werden in Städten als moderat eingeschätzt.

Wasserqualität

0510
Schlecht
4.5/10

Nur 60 % haben Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser; ländliche Gebiete sind mit 40 % schlechter dran. Verschmutzung durch Landwirtschaft, Bergbau und schlechte sanitäre Einrichtungen erhöht das Cholera-Risiko. Die Regierung überwacht über das Wasserministerium, aber die Durchsetzung ist schwach.

WHO/UNICEF: 37 % der Bevölkerung fehlt es an grundlegenden Wasserversorgungsdiensten (2022).

Recyclingsystem

Die Recycling-Infrastruktur ist begrenzt; die formale Quote liegt unter 10 %, meist informell in Städten. Der Fokus auf Kunststoffe und organische Abfälle fehlt. Kein nationales Programm; die städtische Abfallsammlung deckt 50 % in Großstädten ab.

Recyclingquote: 8.0%
KunststoffMetallorganisch

Grünflächen

Kamerun hat eine Waldbedeckung von 41 %, gegenüber 50 % im Jahr 1990 aufgrund von Holzeinschlag/Landwirtschaft. 26 Nationalparks und Reservate schützen Biodiversitäts-Hotspots wie das Kongobecken.

Waldbedeckung: 41.0%
Nationalparks: 26
Schutzgebiete bedecken 23 % der Landfläche; wichtige Standorte: Waza, Korup, Dja UNESCO-Stätten.

Umweltpolitik

Kamerun hat das Pariser Abkommen ratifiziert und strebt bedingt eine Emissionsreduzierung von 35 % bis 2030 an. Nationalparkgesetz 1994; Forstgesetzbuch begrenzt den Holzeinschlag. Erneuerbare Ziele: 25 % bis 2035.

Wichtige Maßnahmen:
  • Gesetz über Forstwirtschaft, Wildtiere, Fischerei 1994
  • Nationaler Anpassungsplan für den Klimawandel 2015
Erneuerbare Energien: 25 % erneuerbarer Strom bis 2035 gemäß NREAP.

Naturkatastrophenrisiko

HOCH

Hohes Risiko durch Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren; Küstenerosion durch Meeresspiegelanstieg.

ÜberschwemmungenDürrenErdrutscheStürme
Auswirkungen des Klimawandels: Temperaturen stiegen 1,2 °C 1991-2020; extreme Regenereignisse seit 1980 um 20 % gestiegen, Überschwemmungen 3x häufiger. Dürren im Norden verschlimmerten sich um 15 % (IPCC AR6). Meeresspiegelanstieg von 3-5 mm/Jahr bedroht Douala. Überschwemmungen 2020 vertrieben 60.000, töteten 50.

Nachhaltigkeitsinitiativen

Erneuerbare Energien

Der Nationale Aktionsplan für erneuerbare Energien strebt 25 % erneuerbare Energien bis 2035 an, wobei der Schwerpunkt auf Wasserkraft (60 % Potenzial) und Solarenergie liegt. Nachtigal Wasserkraft (420MW) seit 2023 in Betrieb.

Abfallwirtschaft

Die Nationale Abfallwirtschaftsstrategie fördert Recyclingzentren in Douala/Yaoundé; Kreislaufwirtschaftspilotprojekt für Kunststoffe.

Wiederaufforstung

Die Initiative Große Grüne Mauer pflanzt 5 Millionen Bäume pro Jahr, um die Wüstenbildung im Norden zu bekämpfen.

Wildtiere & Natur

Cross River GorillaVom Aussterben Bedroht
WaldelefantVom Aussterben Bedroht
SchimpanseGefäHrdet